München | Am Sonntag, 12. Februar trafen wir uns um 18.00 Uhr im Traditionswirtshaus „Andechser am Dom“ zum ersten Vinissima Stammtisch München 2023. Es gab einiges zu besprechen, vor allem die Planung unserer Inlandsexkursion, die vom 23.-25. Juli nach München führen soll. Bitte Termin schon mal vormerken. Außerdem planen wir eine Onlinepräsentation zum Thema „Wichtige Neuerungen der Etikettierungsvorschriften“ mit RAin Nadine Liesching, voraussichtlich am 24. Mai und Ende November eine Verkostung mit englischen Schaumweinen mit Simone Gnegel, die kürzlich den Shop „Sparkling Only“ gegründet hat. Davor besuchten wir am Nachmittag Vinissima Susanne Platzer im „Lump, Stein & Küchenmeister, die dort unter dem Motto „Die Griechische Herkunft im Weinglas“ eine Verkostung mit mehr als 100 Griechischen Weinen organisiert hatte. Von spektakulären Steillagen auf knapp 800 Metern bis zu meerumtosten Weingärten war alles dabei. Susanne hatte speziell für uns einen Wine Walk mit dem Thema „Griechenlands Weißweine des Nordens und kühle Rote“angeboten. Folgende Weine wurden verkostet: Assyrtiko g.g.A Drama, Assyrtiko- Malagousia g.g.A. Drama, Malagousia g.g.A. Epanomi, Rosé Limnio g.g.A. Magnisia und die beiden Rotweine Xinomavro g.g.A. Macedonia und Agiorgitiko g.U.Nemea (auch unter St. Georgsrebe bekannt). Besonders beeindruckt waren wir von der autochtonen Rebsorte Assyrtiko, eine der wichtigsten Weißweinrebsorten Griechenlands, die saftige, säurebetonte und elegante Weine entstehen lässt. Die zahlreichen uralten autochtonen Rebsorten Griechenlands kommen erstaunlich gut mit der Hitze zurecht. Eine Neuentdeckung war für uns die Rebsorte Malagousia, mäßig säurehältig, mit betörendem Duft nach Zitrus, Jasmin und Minze. Auch der Rosé (vergleichbar mit einem sehr guten Rosé aus der Provence) und die beiden Rotweine haben uns sehr gut gefallen. Susanne erklärte uns auch die Herstellung von Retsina und wies darauf hin, dass sich der Geschmack von Retsina in den letzten Jahren verändert hat, da die Harzzugabe immer geringer wurde und nur noch bei 1 bis 2 % liegt. Vielen Dank, liebe Susanne für den Einblick in die Welt der griechischen Weine.
Text: Emmi Reitter | Bilder: Sabine Ernest-Hahn







